Echtes Johanniskraut (Hypericum perforatum)

Auch Echt-Johanniskraut, Gewöhnliches Johanniskraut, Durchlöchertes Johanniskraut, Tüpfel-Johanniskraut oder Tüpfel-Hartheu genannt, eine Pflanze aus der Familie der Hypericaceae (früher Hartheugewächse). Volkstümlich wird es auch als Herrgottsblut bezeichnet. Es findet Anwendung als Heilpflanze. Schon die Germanen verehrten das Johanniskraut als Lichtbringer und Symbol für die Sonne. Geerntet wurde es zur Sommersonnenwende am 21.Juni und zu Sonnenwendfeiern tragen Frauen und Mädchen Kränze aus Johanniskraut. Mit der Christianisierung verschob sich die rituelle Bedeutung auf Johannes den Täufer

 (Gemeine) Eselsdistel (Onopordum acanthium)

Auch Krebsdistel, Wolldistel, Krampfdistel genannt. Es ist eine zweijährige, krautige Pflanze. Im ersten Jahr wird eine Rosette gebildet. Im zweiten Jahr wächst sie zu imposanten Wuchshöhen von 0,5 bis 3 Metern und Pflanzendurchmessern von 1,5 Metern. Sie ist mit lockeren und spinnwebigen Haaren bedeckt. Die Laubblätter sind kurz gezahnt oder fiederteilig, wellig und stachelig. Ihre breiten herablaufenden Ränder bilden am Stängel stachelige Flügel.
Die körbchenförmigen Blütenstände sind groß, kugelig. Es sind nur Röhrenblüten vorhanden, die purpurrot sind. Nach dem Abblühen schwillt der Blütenkorb an und produziert 8500 bis 40 000 Samen.
Der wissenschaftliche Namen Onopordum acanthium bedeutet „dornige Eselblähung“, abgeleitet aus der Wirkung der Pflanze auf Esel.

Nickende Distel (Carduus nutans)

Auch Bisamdistel genannt, eine Pflanzenart aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Die Nickende Distel ist eine verzweigte, zweijährige krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 30 bis 100 cm erreicht. Die wechselständigen Laubblätter weisen einen stark bewehrten Blattrand auf und stehen sowohl in einer bodenständigen Rosette als auch am Stängel verteilt. Die Stängelblätter bilden „Flügel“ am Stängel.
Die Nickende Distel fällt durch ihre 2 bis 6 cm breiten, fast kugeligen Blütenstände auf. Die Hüllblätter oberhalb des eiförmigen Blütengrundes sind eingeschnürt und dann meist mit starrer, zurückgebogener Stachelspitze versehen. Die körbchenförmigen Blütenstände enthalten über 100 Röhrenblüten. Die Röhrenblüten duften süßlich. Die fünf purpurroten Kronblätter sind zu einer etwa 1,5cm langen Röhre verwachsen. Die fünf Staubblätter überragen meist die Kronröhre nicht. Der auf der Spitze rosa- bis lilafarbene Griffel überragt die Blütenkrone deutlich.

Hain-Salbei oder Steppen-Salbei (Salvia nemorosa)

Eine in Mitteleuropa wild wachsende Salbeiart, gehört zu den Lippenblütlern. Der Hain-Salbei ist eine 30 bis 50 cm, selten nur 20 cm oder bis 70 cm hohe, ausdauernde Pflanze (Hemikryptophyt). Der Hain-Salbei bildet eine Halbrosette oder ist rosettenlos. Die Grundblätter sind zur Zeit der Blüte verdorrt. Die Knäuel-Tragblätter sind meistens purpurn überlaufen. Die Laubblätter sind graugrün.
In Österreich ist der Hain-Salbei im pannonischen Gebiet (Burgenland, Wien, Niederösterreich) heimisch und kommt hier häufig vor. Er wächst auf leicht ruderal beeinflussten Halbtrockenrasen, an Wegen und Böschungen. Er ist kalkhold und kommt häufig über Löss vor.

Graukresse (Berteroa incana)

Auch Gewöhnlich-Graukresse, eine krautige Pflanze. Auffallend ist die graugrünfilzige Behaarung, eine Anpassung, um Trockenheit zu überstehen. Die Graukresse blüht von Mai bis August, die Früchte reifen von Juni bis September.

Quecken (Elymus)

Auch Haargerste, eine Pflanzengattung in der Familie der Süßgräser (Poaceae). ausdauernde krautige Pflanzen. Einige Arten bilden lange unterirdische Rhizome, die an jedem Knoten neu wurzeln können, so dass auch kleine Teilstücke neue Pflanzen hervorbringen können.
Es sind Ährengräser. Die drei- bis achtblütigen Ährchen sind zweizeilig in schlanken Ähren angeordnet, wobei sie ihre Breitseite der Ährenachse zuwenden. Sie stehen steif aufrecht und sind an die Ährenachse angedrückt

Graugrüne Quecke: bildet Rhizome
Blaugrüne Quecke: ohne Rhizome

Wehrlose Trespe (Bromus inermis)

Auch Unbegrannte Trespe oder Unbewehrte Trespe, ein formenreicher, sommergrüner und ausdauernder Vertreter der Süßgräser (Poaceae). Sie kann als ein Futtergras mit mittelmäßigem Futterwert verwendet werden. Vor allem in den östlichen Teilen Europas wird das Gras wegen seiner Dürre- und Überschwemmungsresistenz genutzt

Heilwurz (Seseli libanotis)

Ein in Mitteleuropa recht selten vorkommender Doldenblütler (Apiaceae). Sie blüht von Juni bis August. Eine zwei- bis mehrjährige (bis 8 Jahre) krautige Pflanze (Hemikryptophyt). Sie wird bis zu 1,5 m hoch und stirbt nach der Blüte ab. Sie ist reich verzweigt und wie die Blätter kahl. Der Stängel ist nur unterhalb der Dolden etwas behaart und zeigt wenige, grobe Riefen. Die Blätter sind einfach bis doppelt gefiedert, am Blattansatz finden sich vier kleine Grundblätter. Seseli libanotis wächst in thermophilen Staudengesellschaften und bevorzugt sonnige bis schwach beschattete, mäßig trockene, kalkhaltige, basische Böden.

Aufrechter Ziest (Stachys recta)

Der Aufrechte Ziest wächst als sommergrüne, ausdauernde, krautige Pflanze, oder selten auch als Zwergstrauch und erreicht Wuchshöhen von meist 25 bis 40, selten bis 70 cm. Der kräftige Stängel ist einfach oder vom Grunde an ästig verzweigt. Die grünen Pflanzenteile sind dicht anliegend rau oder etwas drüsig behaart.
Der Aufrechte Ziest ist ein Hemikryptophyt (Schaftpflanze). Er überwintert durch Sprosse, die sich an dem verzweigten Rhizom bilden und dann zu mehreren nebeneinander zu Luftsprossen auswachsen. Die schmalen Runzelblätter und die bis 1 m tief reichenden Wurzeln sind eine Anpassung an trockene Standorte. In Österreich ist er im pannonischen Gebiet und im Süden häufig, sonst zerstreut zu finden.

Schwarze Königskerze (Verbascum nigrum)

Die Schwarze Königskerze ist eine mehrjährige Pflanze, die Wuchshöhen von 50 bis 120, manchmal bis 150 Zentimeter erreicht. Der Stängel ist nach oben scharfkantig und oft dunkelrot überlaufen. Die Blätter sind unterseits graufilzig, oberseits – im Gegensatz zu vielen anderen Verbascum-Arten – jedoch fast kahl und dadurch frisch-grün wirkend. Die grundständigen Blätter sind meist langgestielt, am Grund herzförmig und ungleichmäßig gekerbt.
Die Schwarze Königskerze kommt zerstreut bis verbreitet in ganz Europa mit Ausnahme von Portugal, Irland und Südost-Europa vor. Sie wächst auf Schuttplätzen, Böschungen, Straßen- und Wegrändern, Trockenwiesen und in lichten Wäldern. In Österreich ist sie in allen Bundesländern häufig anzutreffen, nur im pannonischen Gebiet fehlt sie

Rispen-Flockenblume (Centaurea stoebe)

Die Rispen-Flockenblume wächst als ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von etwa 30 bis 120 Zentimeter. Sie bildet fiederteilige, linealische Blätter aus, die, wie die gesamte Pflanze, mit kleinen weißgräulich schimmernden Haaren besetzt sind. Die Einzelblüten stehen in einem rispig gehäuften Köpfchen, der eiförmig gewölbt ist.
Die Rispen-Flockenblume kommt bevorzugt auf Trocken- oder Halbtrockenrasen, in relativ nährstoffreichen Ruderalgesellschaften, an Rändern von Wegen oder trockenwarmen Wiesen vor

Berufkraut (Tanacetum vulgare)

Die Berufkräuter (Erigeron) bilden eine Pflanzengattung in der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Es sind einjährige bis ausdauernde krautige Pflanzen, manche Arten sind immergrün. Die Blütenkörbchen stehen einzeln oder zu wenigen, selten zu mehreren. Der Durchmesser der Körbe ist 5 bis 35 Millimeter.
Der deutsche Name leitet sich von berufen (verhexen) ab. Traten Krankheiten auf, für deren Verursacher Zauberer und Hexen der Schwarzen Magie gehalten wurden, wurden Waschungen mit einem Sud von Erigeron und Heilkräutern durchgeführt bzw. die Krankheit wurde auf die Pflanzen durch einen Zauberspruch „übertragen“. Andere Berufkräuter sind z. B. das Leinkraut (Linaria vulgaris), die Sumpf-Schafgarbe (Achillea ptarmica), der Aufrechte Ziest (Stachys recta) und der Rainfarn

Bewimpertes Perlgras (Melica ciliata)

Das Wimper-Perlgras ist ein Süßgras (Poaceae), das bevorzugt an wärmebegünstigten Orten wächst. Es kennzeichnet trockene Heiden und vor allem die Steppen des südosteuropäischen Raumes. Ein auffälliges Merkmal dieses Grases sind die zur Blütezeit deutlich sichtbar aus den Ährchen heraushängenden Wimpern der Deckspelzen.

Federgras

Die Federgräser und Pfriemengräser (Stipa) sind eine weltweit verbreitete Pflanzengattung aus der Familie der Süßgräser (Poaceae).
Die Arten sind vorwiegend ausdauernde, horstbildende Gräser, seltener wachsen sie als einjährige Pflanzen. Sie besitzen meist viele nichtblühende Triebe, die außerhalb der Blattscheiden hochwachsen. Die Stängel stehen aufrecht, sind einfach oder unten verzweigt.
Die Früchte sind Bohrfrüchte: Die Untergranne ist trocken gedreht, bei Feuchtigkeit dreht sie sich auf. Dadurch richtet sich die ganze Ausbreitungseinheit durch den Knick in der Granne auf und bohrt sich so ins Erdreich. Die Haare des Kallus dienen als Widerlager.

Sommerwurz (Orobanche)

Sommerwurzen sind krautige, ein- oder mehrjährige parasitische Blütenpflanzen. Die bleichen Sprosse werden erst nach Ausbildung der Speicherknolle entwickelt. Sommerwurzpflanzen besitzen keine Chloroplasten und können keine Photosynthese betreiben, sie sind daher vollständig auf die Ernährung durch ihre Wirte angewiesen (Holoparasit).
Fünf Arten spielen als Schädlinge in landwirtschaftlichen Kulturen eine besondere Rolle:
Orobanche aegyptiaca und Orobanche ramosa auf Kartoffeln, Tomaten, Auberginen, Kürbissen, Gurken, Melonen, Tabak, Linsen, Hanf, Raps und Kohl;
Orobanche cernua auf Sonnenblumen, Tomaten, Auberginen und Tabak;
Orobanche crenata auf Ackerbohnen, Kichererbsen, Linsen, Erbsen, Futterwicken, Möhren, Salat und Sonnenblumen;
Orobanche minor auf Klee, Luzerne und Tabak.

Esparsetten-Tragant (Langfahnen-Tragant,  Astragalus onobrychis)

Eine Pflanzenart aus der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae). Der Esparsetten-Tragant ist eine ausdauernde, kriechende Pflanze und wird 10 bis 30, selten bis 60 cm lang. Er besitzt ein Pfahlwurzel und ist ein Hemikryptophyt.
Der Blütenstand ist eine Ähre mit 10 bis 30 Blüten. Er ist zunächst kopfig und wird später länger. Die Krone ist von leuchtend purpurner bis violettpurpurner Farbe sowie 18 bis 24 mm lang. Die Fahne annähernd linealisch und um 6 bis 10 mm länger als die Flügel. Fruchtknoten und später die Frucht sind sitzend, wenig gedunsen und weiß behaart. Blütezeit ist in Österreich Juni bis Juli, selten bis September.

Feld-Mannstreu (Eryngium campestre)

Der Feld-Mannstreu (Eryngium campestre) ist ein in Mitteleuropa häufig bis selten vorkommender Doldenblütler (Apiaceae). Andere, teils regional verwendete oder veraltete Bezeichnungen sind: Krausdistel, Gemeine Brachdistel, Rolldistel, Radendistel, Elend, Unruhe[1]. Er blüht im Juli und August.
Die mehrjährige krautige Pflanze erreicht eine Wuchshöhe von 15 bis 60 cm, kann jedoch auch gelegentlich 1 m erreichen. Sie ist grau bis gelblich-grün gefärbt und sparrig verzweigt. Der Feld-Mannstreu ist eine ausdauernder Hemikryptophyt (Halbrosettenpflanze), ein Tiefwurzler (der walzlich-spindelförmige Wurzelstock wurzelt bis 2 m tief), ein Xerophyt mit kaum welkenden dornigen Blättern. Die vielen Dornen schützen die Pflanze vor Fraßschäden durch Weidetiere.
Die Pflanzen sind typische „Bodenroller“ (Chamaechorie-Strategie): Reif werden die Sprosse bei Windgeschwindigkeiten von mindestens 4 m/s an einer vorgegebenen Abbruchstelle am Wurzelballen abgerissen und dann als Ganzes fortgerollt, wobei die Früchte allmählich ausgestreut werden. Verhaken sich mehrere Pflanzen, entstehen mehr oder weniger große „Steppenhexen“, wie sie oft meterhoch – besonders für osteuropäische Steppen charakteristisch sind.

Sichelklee (Sichelluzerne, Medicago sativa)

Der Sichelklee ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen zwischen meist 20 bis 60 (bis 120) Zentimetern erreicht. Der verzweigte Stängel ist selten vollkommen aufrecht, meist aufsteigend bis niederliegend. Die gestielten Laubblätter sind dreiteilig gefiedert. Der Sichelklee blüht von Mai/ Juni bis Oktober in dichten traubigen Blütenständen mit 3 bis 20 Blüten.
Sichelklee wächst auf trockenen, basenreichen, kalkhaltigen, tiefgründigen Lehmböden an sonnigen Standorten. Er findet sich vor allem in Gebüschsäumen, an Wegböschungen oder in Halbtrockenrasen. Diese Art wächst oft zusammen mit Hufeisenklee (Hippocrepis comosa) oder Saat-Esparsette (Onobrychis viciifolia).
Der Sichelklee ist Nektarpflanze für den Weißdolch-Bläuling, Dickkopffalter und Gemeinen Bläuling.

Schwalbenwurz (Vincetoxicum hirundinaria)

Die Schwalbenwurz gehört zur Familie der Hundsgiftgewächse (Apocynaceae). Sie ist der einzige heimische Vertreter der Seidenpflanzengewächse (Asclepiadoideae), einer artenreichen Unterfamilie, die vor allem in den Tropen verbreitet ist.
Die mehrjährige krautige Pflanze erreicht Wuchshöhen zwischen 30 und 100 Zentimetern. Die Blüten stehen in kleinen Trauben in den Blattachseln. Die Krone wird etwa fünf bis sieben Millimeter breit, ist gelblichweiß und radförmig. Die Blütezeit dauert von Mai bis August. Als Standort werden trocken-warme, lichte Wälder und steinige Trockenrasen bevorzugt.
Früher wurde die Pflanze in der Heilkunde verwendet. Als Wirkstoffe sind besonders in den unterirdischen Organen Oxasteroidglykoside mit Saponin ähnlichen Eigenschaften ( Vincetoxin) neben geringen Mengen an Isochinolinakaloiden wie Tylophorin enthalten.
Heute wird die Schwalbenwurz in der Schulmedizin nicht mehr genutzt.

Sichelmöhre (Falcaria vulgaris)

Die Gemeine Sichelmöhre, auch als Sicheldolde bezeichnet, ist eine Pflanzenart innerhalb der Familie der Doldenblütler (Apiaceae). Sie wächst als einjährige bis ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 20 bis 60 cm. Sie ist ausladend verzweigt, so dass sie im Umriss fast halbkugelig wirkt. Die ganze Pflanze ist kahl und von bläulichgrüner Farbe. Die Sichelmöhre ist meist ein Hemikryptophyt und eine Halbrosettenpflanze. Sie ist ein an Trockenheit angepasster Xerophyt.
Als Bestäuber fungieren u. a. Fliegen und Käfer. Die Doldenstrahlen führen eine Tag-Nacht-Bewegung aus (Nyktinastie).

Bunte Kronwicke (Securigera varia)

Die Bunte Kronwicke ist eine Pflanzenart aus der Unterfamilie der Schmetterlingsblütler (Faboideae). .
Die mehrjährige krautige Pflanze mit niederliegenden bis aufsteigenden kantigen Stängeln erreicht Wuchshöhen zwischen 30 bis 60 cm. Die Laubblätter sind gefiedert und kurz gestielt mit vier bis zwölf Paaren von ovalen Fiederblättchen.
Blütezeit ist von Mai bis September. Die Blüten stehen bis zu 20 Stück in einer Dolde. Die Fahne ist rosa, das Schiffchen weiß mit violetter Spitze.
Als Standort bevorzugt die kalkliebende Pflanze trockene Wiesen, Wald- und Gebüschsäume, Raine, Steinbrüche und Bahndämme.
Die Ganze Pflanze ist giftig, besonders die Samen. Hauptwirkstoffe sind Coronilla-Glykoside mit digitalisartiger Wirkung und Psoralen. Vergiftungserscheinungen: Übelkeit erbrechen Würgen, Durchfall, Krämpfe, auch mit tödlichem Ausgang.

Ringdistel

Die Ringdisteln (Carduus) sind eine Pflanzengattung in der Familie der Korbblütler (Asteraceae).
Ringdistel-Arten sind meist ein- bis zweijährige, selten ausdauernde krautige Pflanzen, die Wuchshöhen von 30 bis 200 (selten bis 400) cm erreichen. Sie sind gewehrt und mehr oder weniger wollig behaart, nur selten unbehaart.

Die Distel allgemein gilt in der Symbolsprache der Blumen als Sinnbild der Wehrhaftigkeit.

Aufrechte Trespe

Die Aufrechte Trespe (Bromus erectus), auch Berg-Trespe genannt, ist ein hohes Wiesengras innerhalb der Familie der Süßgräser (Poaceae).
Die Aufrechte Trespe wächst oft bestandesbildend in Kalk-Magerrasen, auf entwässerten Moorwiesen und auf steinig sonnigen Hängen, an Wegrändern und auf Dämmen. Sie bevorzugt gut durchlässige, lockere, mäßig trockene, basenreiche, mäßig saure und nährstoffarme Lehm-, Kalk-, Mergel- und Lössböden. Sie ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 40 bis 120 Zentimetern erreicht. Sie wächst in lockeren bis dichten Horsten und kann bis in 60 Zentimeter Tiefe wurzeln. Die dünnen bis kräftigen, selten behaarten Halme wachsen steif aufrecht und verfügen über drei bis vier Knoten.
Das Gras ist ein Intensivwurzler und kann bis in 60 cm Tiefe wurzeln. Als Magerkeitszeiger hat es seinen ökologischen Schwerpunkt auf stickstoffarmen, zumeist kalkreichen Böden. Es ist eine Halblicht- bis Volllichtpflanze und erträgt nur eine geringe Beschattung. Ferner ist es ein Mäßigwärmezeiger.

Straußblütige Wucherblume (Tanacetum corymbosum)

Die Straußblütige Wucherblume, auch als Gewöhnliche Straußmargerite bezeichnet, ist eine Pflanzenart aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae).
Es handelt sich um eine mehrjährige, krautige Pflanze, die meist Wuchshöhen zwischen 50 und 100 cm erreicht. In einem lockeren, doldentraubigen Blütenstand sind meist drei bis zehn (manchmal mehr) körbchenförmige Teilblütenstände zusammengefasst. Die Blütenkörbchen weisen einen 15 bis 30 mm breiten auf; sie enthalten Zungen- und Röhrenblüten. Die Straußblütige Wucherblume wächst in Trockenwäldern, in trockenen Gebüschen, an Abhängen, auf Lichtungen und an Felshängen. Sie bevorzugt mehr oder weniger trockene, warme, kalkhaltige, meist lockere Steinverwitterungs- und Lössböden.

Ackerwachtelweizen

Kamm-Wachtelweizen

Wachtelweizen

Die Gattung Wachtelweizen (Melampyrum) gehört zur Familie der Sommerwurzgewächse (Orobanchaceae).
Der botanische Name leitet sich vom Acker-Wachtelweizen (M. arvense) ab. Früher konnte es durch Verunreinigung mit Wachtelweizensamen zu Mehlvergiftungen und zur Schwarzfärbung des Brots kommen (griech. melas = schwarz, pyros = Weizen).
Alle Arten der Gattung sind Halbschmarotzer.
Die Pflanzen der Gattung sind durch das Glykosid Aucubin giftig.