Unsere Betriebsphilosophie in ein paar Sätzen auf den Punkt zu bringen, wäre für uns ein Ding der Unmöglichkeit. Es liegt vielleicht daran, dass man im Weingarten und Keller oft viel Zeit zum Nachdenken hat und sich so viel Philosophie ansammelt. Unten haben wir unsere Philosophie in 6 Punkten beschrieben. Diese 6 Punkte sind die Säulen auf denen unsere Überzeugung ruht; 6 Wege die gemeinsam zu einem möglichst ehrlichen, naturnahen Wein führen sollen, hinter dem wir voll und ganz stehen.

Biologisch

Im Weingarten wird nach den Grundsätzen organisch-biologischer Wirtschaftsweise gearbeitet.

Seit den 50er und 60er Jahren stellte man sich am Mantlerhof die Frage ob es denn nicht auch anders geht. Vorallem ohne Insektizide und Herbizide. Was aus einer optischen Abneidung der zu Tode gespritzten Pflanzen gegenüber begann wurde bald wegen der positiven Effekte auf die Umwelt beibehalten. Ganz uneigennütz ist das natürlich nicht, die Natur gibt auch zurück. Nützlingsbestände regenerieren sich, das Ökosystem Weingarten findet wieder in ein natürliches Gleichgewicht, die Pflanzenvitalität steigt. Der Mantlerhof war einer der ersten Betriebe mit Versuchen der Begrünung zwischen den Rebzeilen, eine Vorgehensweise die heute allgemein üblich ist.

So wurde schon früh nach gewissen, selbst gesetzten Nachhaltigkeitskriterien gearbeitet. Für die Umstellung auf Zertifiziert Biologisch gab es ein Schlüsselmoment im Jahr 2002. Die Gemeinde Gedersdorf wurde von einer Jahrhunderflut des Kamps verheerend getroffen. Dieser Kraftbeweis von Mutternatur wirkte auf uns wie ein Schlag ins Gesicht. Als Antwort wollten wir nicht zurückschlagen, sondern sagten uns „jetzt erst recht“. Der Zertifizierungsprozess für Landwirtschaft und Weinbau wurde nach und nach begonnen und schließlich 2009 abgeschlossen.

Zusätzlich zu den gesetzlichen Kriterien versuchen wir durch gezielte Maßnahmen während unsere jährlichen Arbeitszyklus bestimmte Mitbewohner unserer Weingärten und Äcker zu schützen. Bodenarbeiten werden auf Hase und Ziesel abgestimmt. Kleine Brachflächen werden der Natur überlassen, Lösssteilwände den Höhlenbrütern überlassen, bei der Neuanlage von Anlagen werden Naturschutz Experten konsultiert.

Traditionsweingüter Österreich

Lagen

In unserem Betrieg gibt es nur eine handvoll Weine die keinen Riedennamen am Etikett tragen, sogar nur 2 Weine deren Herkunft auch keine einzelne Riede ist. Bei uns geht es also wirklich um die ganz kleine Herkunft: die Einzellage.

Jeder Fleck des Weinbergs hat andere Eigenschaften, der Boden, das Mikroklima, die Begrünung und noch viele weitere kleine, verborgene Einflüsse von denen man vielleicht gar keine Ahnung hat. Die Unterschiede in den Weinen die sich durch diese variierenden Eigenschaften ergeben wollen wir herausarbeiten. Einige unsere Einzellagen füllen wir seit den 1940ern in die Sieben-Zehntel Flasche ab.

Aus dieser Überzeugung und persönlichen Leidenschaft heraus waren wir bei der Gründung der Österreichischen Traditionsweingüter dabei. Ein Verein dessen Mitglieder es sich zum Ziel gesetzt haben die österreichische Reblandschaft nach französischen Vorbild zu klassifizieren. Weingärten die traditionell bessere Qualitäten geliefert haben wurden von den jeweiligen Winzern in den Rang einer „Ersten Lage 1ötw“ erhoben.

Als Gründungsmitglied der Traditionsweingüter Österreich war Sepp Mantler an der Formulierung der Ziele dieser Vereinigung beteiligt.

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Jahrgangstreu

Die Grundlage jeder Qualität im Wein wird im Weingarten gelegt. Besonders wichtig hierbei ist auch eine sorgfältige Lese und strikte Selektion. Aus einem unzureichenden Traubenmaterial lassens ich keine Top-Weine keltern.

Um die hervorragende Qualität der Trauben die auf unseren Einzellagen wachsen gut wahrnehmbar herauszuarbeiten lautet bei uns im Keller die Devise „weniger ist mehr“.Es wird auf ein Auf- oder Entsäuern der Weine verzichtet, Zucker wurde schon seit über 70 Jahren nicht mehr zugesetzt. Auch was diverse Schönungen betrifft verzichten wir bewusst, so wird zum Beispiel Gerbstoffigkeit nicht durch technische Eingriffe, sondern lediglich durch eine längere Lagerung, Batonnage oder Sur Lie ausgeglichen. Auch beim Schwefeleinsatz versuchen wir eher am unteren Ende des empfohlenen Spektrums auszukommen.

Stress tut weder dem Menschen, noch dem Wein besonders gut. Durch eine spätes Erscheinen der Weine, meist frühestens ein halbes Jahr nach der Lese, haben die Weine genug Zeit eine innere Harmonie und Ausgewogenheit zu erreichen.

Die Summe dieser Maßnahmen oder eben „Nicht-Maßnahmen“ sorgt auch dafür, dass unsere Weine intensiv in den Jahrgang gehen. In heißen Jahren werden die Weine merkbar rund und kräftig sein, in kalten Jahren eher frisch und elegant. Uns sind diese Unterschiede wichtig, sie sind ein Zeugnis dafür, dass unser Wein immer noch ein Naturprodukt, kein Kunstprodukt, ist!

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Slow Food

Unsere wichtigste Sorte und Steckenpferd, der Rote Veltliner, wurde als erste Rebsorte in die Arche Noah des Geschmacks aufgenommen. Uns als Mitglieder freut das natürlich besonders und setzen uns dafür ein, dass der Rote Veltliner und anderen alte und lokale Sorten die Pflege und Anerkennung bekommen die sie verdient haben.

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Vegan

Durch unsere puristische Herangehensweise im Keller und den bewussten Verzicht auf nahezu alle Schönungen sind alle unsere Weine frei von tierischen Zusatzstoffen und daher für einen veganen Lebensstil geeignet. Kontrolliert durch die Austria Bio Garantie und zertifiziert durch die Österreichische Vegane Gesellschaft.

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Regionalität

Wir verarbeiten nur biologische Trauben aus unseren eigenen Weingärten. Nur so können wir sicherstellen, dass alle Trauben nach unseren Zielvorstellungen produziert werden.

 
Traditionsweingüter Österreich
Winzervereinigung Losgelösst
Kremstal